IVI, ERFINDER UND ENTWICKLER DES EMBRYOSCOPES
IVI war weltweit die erste Klinik, die diese Technik eingeführt hat und somit das erste Zentrum, in dem die Geburt eines Babys gelungen ist, das mithilfe dieser Technik ausgewählt wurde. Als Erfinder und Teilhaber – neben der UNISENSE und LD Pensions von Unisense Fertility Tech, der Firma, die das Embryoscope sowie jedwede Art von Verbesserungen, Weiterentwicklungen und mit dem Embryoscope verbundene Neuentwicklungen herstellt und entwickelt - wurde es zum ersten Mal und exklusiv in unseren Kliniken eingesetzt.
WAS IST EIN EMBRYOSCOPE?
Das Embryoscope ist ein weiterentwickelter, fortschrittlicher Inkubator, in dem der Embryo vom Moment der In-Vitro-Befruchtung bis zu seinem Transfer in die Gebärmutter Minute für Minute beobachtet werden kann. Diese neuartige Technik, die auf den herkömmlichen Brutkästen basiert, die in den Laboratorien für klinische Embryologie verwendet werden, beinhaltet ein Bildaufzeichnungssystem, durch das eine enorme Auswahl genauester und objektiver Informationen zu jedem einzelnen Embryo gewonnen werden kann, wie es bis dato noch nicht dargestellt werden konnte.
Diese Technik ermöglicht es uns, auf nicht-invasive Weise neue Erkenntnisse über die Embryonen zu gewinnen, weil der Embryo nun nicht mehr aus dem Inkubator entnommen werden muss, um seine Weiterentwicklung beurteilen zu können, wodurch sich die Auswahlkriterien und infolge dessen die Schwangerschaftsraten enorm verbessert haben.
WORIN BESTEHT DIE EMBRYO-AUSWAHL?
Früher konzentrierten sich die Bemühungen, die für einen Transfer geeignetsten Embryos zu erkennen, hauptsächlich auf deren morphologische Beurteilung, die dem Embryologen bei seiner direkt vor dem Transfer vorgenommenen Embryo-Auswahl Hilfestellung bot.
Die Feststellung, was genau ein “optimal geeigneter Embryo” ist und die Auswahl derjenigen, die das beste Einpflanzungspotential aufweisen, sind jedoch sehr vage und ungenaue Kriterien, so dass die vorhandene (oder nicht vorhandene) Fähigkeit, die embryonale Eignung korrekt einzuschätzen, zu einem kritischen Punkt des gesamten Vorgangs darstellt, durch den die Auswahlmöglichkeiten und –strategien in hohem Grad von der Menge an Informationen abhängt, die wir über den betreffenden Embryo erhalten können.
Die Kriterien hinsichtlich Morphologie- und Wachstum, die derzeit zur Beurteilung der embryonalen Eignung am 3. Tag angelegt werden, bewerten das Wachstumspotential oftmals entweder zu hoch oder zu niedrig. Aufgrund der mit der morphologischen Untersuchung verbundenen Unsicherheit am 3. Tag haben sich einige Reproduktionszentren dazu entschlossen, die Kultivierung zu verlängern, um die embryonale Eignung besser einschätzen zu können. Obwohl die morphologische Untersuchung den Vorteil hat, eine einfache, nicht invasive und schnelle Methode zu sein, hat sie gleichzeitig den Nachteil, eine sehr subjektive Methode zu sein, für die zudem eine spezielle Ausbildung und eine gewisse Erfahrung Voraussetzung ist und für die es wenig Hoffnung auf eine Standardisierung gibt.
Mit dem Embryoscope führen wir hingegen eine kinetische Wachstumsuntersuchung durch. Das Verhältnis zwischen der Zellteilungsgeschwindigkeit und der embryonalen Eignung ist zu einer fundierten Alternative der Embryonen-Auswahl geworden, die das beste Einpflanzungspotential aufweisen. Wir wissen nämlich, dass der Zeitraum, der zwischen der Befruchtung und der ersten Zellteilung ein objektiver Parameter ist, durch den sich einfach und mit einer gewissen Sicherheit auf die embryonale Eignung schließen lässt. Dieses Bildanalysesystem bietet daher eine Reihe von Vorteilen, zu denen u.a. die exakte Bestimmung der Zellteilungen gehört.
Anhand dieser Informationen haben wir erfahren können, dass es optimale Zellteilungsphasen gibt, aufgrund derer für die Embryos eine mehr als 20%ige Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie sich einnisten werden, wie man auf der folgenden Grafik erkennen kann.
VORTEILE DES EMBRYOSCOPES GEGENÜBER HERKÖMMLICHEN BRUTKÄSTEN
Das Embryoscope stellt eine technische Revolution in der Welt der Embryologie dar, die es uns ermöglicht, eine individuellere und obendrein in Echtzeit erfolgende Beurteilung des Embryos vorzunehmen, also festzustellen, wann welcher Embryo für den Transfer am besten geeignet ist. Die kontinuierliche Aufzeichnung der Bilder jedes einzelnen Embryos wird in Form eines Videos festgehalten, wodurch eine vollständige Bildüberwachung gewährleistet ist und damit die Aufzeichnung sämtlicher Schritte, die während der Entwicklung stattfinden. Die Vorteile gegenüber den übrigen Brutkästen sind die Folgenden:
1. Die Embryo-Auswahl wird verbessert
Dieses Bildanalysesystem bietet eine Reihe von Vorteilen, zu denen u.a. die exakte Bestimmung der Zellteilungen gehört. Anhand dieser Informationen konnten wir feststellen, dass es optimale Zellteilungsphasen gibt, bei denen für die Embryos eine mehr als 20%ige Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie sich einnisten werden, wie man auf der folgenden Grafik erkennen kann. Der sog. „Time Lapse“ (Zeitraffer) gibt den Embryologen ein System zur Entscheidungsfindung an die Hand, das erheblich wirkungsvoller ist, weil es den Echtzeit-Zustand des Embryos und das embryonale Entwicklungsstadium darstellt.
2. Die Kultivierungsbedingungen und die Untersuchung der Embryos werden verbessert
Die Möglichkeit, eine Überwachung per Zeitraffer durchzuführen, existiert seit Jahrzehnten, allerdings wurde die Anwendung durch technische, finanzielle und konzeptuelle Komplikationen behindert. Die neue Systemgeneration, bei der ein Brutkasten mit einem Mikroskop kombiniert wird, bietet hingegen die Möglichkeit, die morphologischen Eigenschaften der Embryos zu erfassen, ohne sie aus den im Inkubator herrschenden Umfeld eines optimalen Gas- und Temperaturverhältnisses herausnehmen zu müssen. Dies führt zu einer Verringerung der Stresssituation, der sich der Embryo in einer veränderten Umgebung sonst ausgesetzt sähe, was zu einer besseren Eignung und einer höheren Schwangerschaftsrate führt.
3. Das Embryoscope bietet den künftigen Eltern mehr Informationen über den Embryo
Die Einführung der Bildanalysetechnologie ermöglicht es nicht nur, die Dauer der Zellteilungen festzulegen, sondern auch zuvor getroffene, kritische Beobachtungen zu bestätigen.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Embryos in dieser Art von Brutkasten in periodischen Abständen Licht ausgesetzt werden, nämlich immer dann, wenn die Digitalaufnahmen gemacht werden. Dies stellt einen zusätzlichen Stressfaktor dar, der die embryonale Entwicklung beeinflussen kann. Da die Embryos diesem Licht, das von einer LED-Leuchte stammt, allerdings nur weniger als 50 Sekunden pro Tag ausgesetzt sind, gibt es bei den Ergebnissen der ausgewerteten Parameter keine signifikanten Unterschiede zwischen den Embryos, die unter dem Zeitraffer-System kultiviert werden und denen, die sich unter unregelmäßiger Beobachtung in den herkömmlichen Brutkästen entwickeln.
4. Zudem liefert es Aufzeichnungen über den biologischen Beginns des künftigen Babys
Das Embryoscope bietet eine Aufzeichung von Bildern und Videos vom Beginn des biologischen Lebens Ihres künftigen Babys. Diese Pioniertechnologie ermöglicht es, die Zellteilung des Embryos in Echtzeit am Monitor zu beobachten und damit die ersten Momente eines neuen Lebens zu erfassen.
DIE CHANCEN AUF EINE SCHWANGERSCHAFT WERDEN VERBESSERT
Dank dieser Technologie muss der Embryo nicht mehr aus dem Brutkasten entnommen und untersucht werden, was die Chancen einer Schwangerschaft vergrößert. Die jüngsten von IVI vorliegenden Daten über mehr als 1.600 im Embryoscope durchgeführten Verfahren zur medizinisch unterstützten Reproduktion belegen, dass die Chancen auf eine klinische Schwangerschaft dadurch durchschnittlich um 8% verbessert wurden. Diese Daten können je nach klinischen Eigenschaften der betreffenden Patientin variieren.
FÜR WELCHE PATIENTEN IST DAS EMBRYOSCOPE GEEIGNET?
Im Prinzip ist diese Technologie bei jeder Patientin anwendbar, die sich einer medizinisch unterstützten Reproduktionsbehandlung unterzieht. Allerdings sind die Chancen für jene Patientinnen größer, bei denen eine größere Anzahl an Embryonen gewonnen werden kann, weil die Auswahlmöglichkeiten dadurch vergrößert werden.
DAS ERSTE FOTO IHRES BABYS
Ein Brutkasten mit integrierter Filmtechnik, der eine Aufzeichnung von Bildern und Videos Ihres künftigen Babys vom Beginn seines biologischen Lebens möglich macht. Diese Pioniertechnologie ermöglicht es, die Zellteilung des Embryos in Echtzeit am Monitor zu beobachten und damit die ersten Momente eines neuen Lebens zu erfassen.